Was ist Yoga wirklich?

Manche glauben Yoga bedeutet, sich die Beine hinter dem Kopf zu verknoten und im Duft von Räucherstäbchen OM zu singen. Andere, die meinen sich auszukennen, nennen Yoga eine Lebensphilosophie und zitieren stolz den berühmten Vers „yogas citta-vrtti-nirodhah“.
Doch was ist Yoga wirklich? Man kann es nicht in Worte fassen. In dem Moment wo ich es beschreibe, rede ich schon daran vorbei. Yoga ist eine Erfahrung. Alle Worte sind wie der Finger, der auf den Mond zeigt. Nicht der Mond selbst!

Willst du wissen,was wirklich Yoga ist?Erfahre es mit uns.
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Yoga ist die Reise des Selbst,durch sich selbst, zu sich selbst.

Yoga ist gefährlich!


6 Gründe, warum du auf gar keinen Fall Yoga üben solltest

1. Hilfe, mir gehts gut!

Das ist vielleicht das Schlimmste: Es geht dir gut. Einfach so. Kein Jammern und Klagen mehr. Das Ego lebt davon, dass es nie genug hat und irgendetwas an dir nicht richtig ist. Glücklich zu sein und zufrieden, ganz gleich was kommt, ist gar nicht so leicht auszuhalten. Es besteht die Gefahr, dass du lächeln könntest.

3. Opferrolle adê

Eigentlich ist es doch herrlich bequem. Schuld haben immer die Anderen oder die Umstände. Ich trage die weisse Weste und kann nichts dafür. Und plötzlich sagt das Yoga, ich könne das Glück in mir finden. Ich hätte es in der Hand und könne mein Leben meistern. Nur muss ich dafür eben den Arsch hochkriegen.

5. deine Welt steht Kopf

Mit Yoga wird sich dein Leben verändern. Was gestern noch gut und richtig für dich war, funktioniert auf einmal nicht mehr. Sie werden sagen: "Was ist denn mit dir los? Du bist so anders. Bleib doch bitte so wie du bist!“ Und du beginnst, Dinge zu tun, die du vorher nie gemacht hast und Dinge zu lassen, die vorher normal für dich waren. Vielleicht wirst du ein anderer sein … vielleicht aber auch endlich du selbst?

2. Mindfuck pur!

Das Denken ist ein wilder Affe. Ständig plappert es in dir. Du gehst in die Stille und plötzlich dieser Lärm im Kopf. Du hörst den ganzen Blödsinn, der sich in dir denkt. Nix mit Ruhe. Mindfuck pur. Immer die selbe Leier. Der Weg in die Stille führt durch das Chaos deiner Gedanken.

4. Alles alles Lüge

Yoga kann dein Denken verändern. Du könntest erkennen, dass es einen Unterschied gibt zwischen der Realität und deinen Vorstellungen. Du könntest deine liebgewonnene Ansichten verlieren. Deine starre Ansichten, wie es gefälligst zu sein hat, werden gedehnt. Dein Geist könnte in seinen Vorstellungen und festgefahrene Sichtweisen flexibel werden.
Wenn du beginnst, über deinen Tellerrand hinaus schauen, besteht die Gefahr, dass sich dein Horizont erweitert. Yoga heisst, zu hören was du denkst und nicht mehr blind daran zu glauben.

6. Yoga macht faul

Das Leben einfach so geniessen? Keinen Stress mehr? Kein Streben nach immer Mehr und Erfolg und Ansehen? Sondern zufrieden sein und sich an den kleinen Dingen erfreuen? Müssiggang ist doch aller Laster Anfang, oder? Was sollen die Leute da von mir denken? Ich bin doch kein Faultier!

die 4 Wege des Yoga

Wenn du einen Berg besteigen willst, führen viele Pfade zum Gipfel. Genauso gibt es im Yoga verschiedene Wege, die dich mit dir selbst verbinden und in ein gesundes erfülltes Leben führen wollen. Welchen Weg du gehst, ist gleich gültig. Entscheidend ist, dass du tatsächlich gehst. Dein Glück nur zu wollen oder davon zu träumen, ändert nichts. Darum ist Yoga der Weg der Übung und Praxis. Es bietet dir seit Jahrtausenden bewährte Werkzeuge und konkrete Möglichkeiten, etwas zu tun. Yoga ruft dir zu: „Träume nicht dein Leben. Lebe deinen Traum!“

RajaWeg der Stille

Du findest deine Mitte. Dein Geist wird klar. Du bist präsent und nimmst dankbar das Leben in dir und um dir herum wahr. Die Körperübungen sind „nur“ ein Teil des Weges. Es gibt Übungen der Atmung und Entspannung. Mit Konzentration und Sammlung verfeinerst du deine Wahrnehmung und erweiterst dein Bewusstseins. Wie du mit dir und Anderen umgehst, entscheidet, ob dieser Weg gelingt.

BhaktiWeg des Herzens

„Man sieht nur mit dem Herzen gut“, sagt der kleine Prinz. Dieser Weg führt dich zurück in dein Herz. Mit Freundlichkeit und Wohlwollen begegnest du dir selbst und lebst in Harmonie mit deinen Mitmenschen. Mit tiefem Vertrauen und Mut gehst du deinen Weg. Liebe ist dein Weg und dein Ziel. Du öffnest dein Herz und bist verbunden. Singen, Tanzen, kreativ sein und Gebet – das ist Bahkti Yoga.

KarmaWeg des Tuns

Deine Taten sind der Boden auf dem du stehst. Lebst du deine Berufung oder machst du nur deinen Job? Gehst du tagtäglich robotern oder entfaltest du deine Talente und Potentiale? Arbeitest du nur um Geld zu verdienen oder folgst du einen tieferen Sinn? Dreht sich dein Tun nur um dich oder bist eine Bereicherung für andere? Karma Yoga sagt: Du bist ein Geschenk an die Welt.

JnanaWeg des Wissens

Es gibt so viel zu lernen und zu entdecken. Neugierig wie ein Kind betrachtest du die Welt und möchtest wissen, was sie im Inneren zusammen hält. Wer bist du wirklich? Du lernst nie aus. Du studierst, forschst und staunst. Philosophie ist die Liebe zur Weisheit. Der Jnana Yogi liest viel, bildet sich weiter und erweitert so seinen Horizont. Er sinnt nach und stellt Fragen. Und letztendlich weiss er, dass er nichts weiss.